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Keine Preiserhöhung im VVS
Murschel und Walker: Einigung auf Nullrunde im VVS-Tarif ist ein Erfolg für Fahrgäste und Klima auch im Kreis Böblingen

Für die Fahrgäste im VVS-Gebiet ist das eine freudige Nachricht: es soll im Jahr 2020 keine Fahrpreiserhöhung geben. Die Landeshauptstadt Stuttgart und die VVS-Verbundlandkreise in der Region Stuttgart haben gemeinsam mit dem Land einen Finanzierungsvorschlag für eine Nullrunde vorgelegt. Von den politischen Gremien muss dieser Vorschlag nun noch beraten werden. Der Vorschlag sieht vor, dass das Land für die nächsten fünf Jahre ca. ein Drittel der Kosten der Nullrunde 2020, damit jährlich rund 3,15 Mio. Euro übernimmt.

Die beiden Grünen-Landtagsabgeordneten für den Kreis Böblingen, Dr. Bernd Murschel und Thekla Walker sehen dieses Verhandlungsergebnis als Durchbruch für alle Bürgerinnen und Bürger gerade auch ihres Landkreises. „Das ist eine gute Nachricht – für die Fahrgäste, für den Klimaschutz und für saubere Luft im Ballungsraum Stuttgart. Die Tarifreform des VVS ist ein wichtiger Etappenerfolg für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr; sie hat den Umstieg auf Bus und Bahn noch einfacher und preiswerter gemacht. Wir Grüne haben uns deshalb für die anteilige Übernahme von fehlenden Einnahmen durch das Land stark gemacht,“ so die finanzpolitische Sprecherin Thekla Walker.

„Nach der Reform der Tarifzonen ist dies ein weiterer wichtiger Baustein, um noch mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen. Damit können wir die Staus auf unseren Straßen vermeiden und die Luft sauberer halten. Ein Erfolg für Fahrgäste und Klima gleichermaßen,“ betont der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion GRÜNE, Dr. Bernd Murschel.

Hintergrund:
Nach Berechnungen des VVS wären zur Deckung der Kostensteigerungen im Jahr 2020 eine Fahrpreiserhöhung um 3,5 Prozent notwendig. Etwa die Hälfte davon, genau 1,8 Prozent, ließen sich demnach durch höhere Fahrgastzahlen erwirtschaften. Für eine Nullrunde müssen daher die verbleibenden 1,7 Prozent oder knapp 10 Millionen Euro der Kostensteigerungen als Ausgleich für die Verkehrsbetriebe SSB, Deutsche Bahn und die Busunternehmen in den Kreisen finanziert werden. Das Land will dazu 3,15 Millionen Euro pro Jahr beisteuern. Auf die Verbundlandkreise entfielen demnach 3,47 Millionen und auf die Stadt 2,84 Millionen Euro.

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