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Land baut Radnetz in der Region aus

Murschel und Walker (GRÜNE): „Das Land macht das Rad für den Alltag attraktiver und investiert in die Infrastruktur.“

Der Landkreis Böblingen profitiert von den heute vorgestellten Bauprogrammen des Landes für Radwege an Landes- und Bundesstraßen. Der Radweg Weil der Stadt – Renningen an der B 295 ist im Bauprogramm für 2017 dabei.

Außerdem hat das Land weitere Radwege in Gemeinden des Landkreises Böblingen in sein Förderprogramm für kommunale Infrastruktur neu aufgenommen. Im Einzelnen sind dies die Radschnellverbindung von Böblingen/Sindelfingen nach Vaihingen, der Neu- /Ausbau des Radweges an der K1082/K1011 beim Krankenhaus Leonberg, der Ausbau an der Herrenberger Str. (K1077) in Böblingen im Zuge von RadNetz BW, die Gehwegverbreiterung an der Ortsdurchfahrt Oberjesingen (B 296), außerdem der Radweg-Lückenschluss Gäufelden-Öschelbronn sowie die Radwegeverbindung von Bondorf nach Hailfingen.

„Damit können die Kommunen die Radwege ab sofort bis spätestens in vier Jahren realisieren“ so der Leonberger Landtagsabgeordnete Dr. Bernd Murschel. „Ich setze darauf, dass sie so rasch wie möglich einen Förderantrag stellen“, ergänzt Thekla Walker, Landtagsabgeordnete für Böblingen/Sindelfingen. „Mit dem Neu- und Ausbau dieser Radwege verbessert sich die Infrastruktur im Raum Böblingen deutlich“, betonen Walker und Murschel. „Wir wollen das Rad auch für den Alltag attraktiver machen. Dafür brauchen wir ein möglichst lückenloses Netz gut ausgebauter Wege. Mittelfristig wollen wir erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Baden-Württemberg auf dem Fahrrad zurückgelegt werden.“

Das Land habe 2016 eine umfassende Radstrategie sowie die Pläne für ein Alltagsradnetz Baden-Württemberg beschlossen. „Nahezu alle Bürgerinnen und Bürger besitzen und nutzen ein Fahrrad. Wir räumen der notwendigen Infrastruktur daher hohen Stellenwert ein“, erklären die beiden Abgeordneten.

Das Land gehe den Radwegebau strategisch an – es analysiere, wo besonders viele Pendler unterwegs sind, an welchen Stellen es nachweislich Ausbau-Bedarf gibt, wo das Potential hoch ist, dass die Menschen öfter aufs Rad umsteigen, etc. Entsprechend werde das Gesamtprojekt „RadNetz Baden-Württemberg“ Schritt für Schritt umgesetzt. Bis 2030 soll es auf 7000 Kilometern neu gebauter, erweiterter bzw. besser miteinander vernetzter Radwege alle Ober- und Mittelzentren über Hauptrouten nach einheitlichem Standard verbinden.

Wichtig ist Walker und Murschel dabei die enge Abstimmung mit den Kommunen. Diese haben den Bau von Radwegen in eigener Zuständigkeit in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich intensiviert. „Wir wollen eine Infrastruktur, die sinnvoll vernetzt ist und den lokalen Bedürfnissen entspricht.“ Das Land unterstütze daher die Kommunen durch eine Zustandserfassung der Wege und Handreichungen, um etwa eine einheitliche Beschilderung sicherzustellen. Bis Ende 2017 werde das Land zudem selbst insgesamt 1,4 Millionen Euro in eine durchgehende und einheitliche Beschilderung investiert haben.

 

Hintergrund: An Bundesstraßen beginnen die Regierungspräsidien 2017 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 6 Mio. Euro (18 KM), an Landesstraßen mit einem Volumen von 19 Mio. Euro (59 KM) Für Projekte aus Förderprogramm für kommunale Infrastruktur sind 2017 über 21 Millionen Euro eingeplant.

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