Schönbuch-Sommertour

Am Freitag, 24. Juli 2015 lud Dr. Bernd Murschel gemeinsam mit seinem Tübinger Landtagskollegen Daniel Lede Abal zu einer Radtour durch den Schönbuch ein. Rund zwanzig Interessierte nahmen an der ca. 50 Kilometer langen Schönbuchtour bei strahlendem Sommerwetter teil.

 

Die Tour begann im Schloss Bebenhausen bei der Forst- und Naturparkverwaltung, wo Forstdirektor Martin Strittmatter und Forstamtsleiter Götz Graf Bülow von Dennewitz über die 2014 in Kraft getretene Bodenschutzkonzeption sowie die FSC-Zertifizierung von ForstBW und die damit verbundenen Prozesse informierten und die Besonderheiten des Naturparks Schönbuch herausstellten, für den aktuell ein neues integriertes Besucherlenkungskonzept entwickelt wird, das die jährlich ca. 4 Millionen Waldbesucher leiten und Konflikte zwischen Naturschutz und Erholungssuchenden vermeiden soll.

Mathias Allgäuer, der Geschäftsführer des Naturparks begleitete die RadlerInnen-Gruppe zur nächsten Station im Kleinen Goldersbachtal. Hier erläuterte die Archäologieprofessorin Dr. Barbara Scholkmann den Standort und die Ausgrabung einer spätmittelalterlichen Glashütte, deren Produktionsweise und Aufstieg, der sicherlich auch durch den Bau der Universität Tübingen zur selben Zeit und dem damit verbundenen großen Bedarf an Fensterglas bedingt war. Der Niedergang der Glashütte war eng verbunden mit dem Raubbau an der Ressource Holz, die für den Betrieb unabdingbar war, aber zur weitgehenden Abholzung des Waldes im Umkreis der Glashütte führte.

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg und der verdienten Stärkung auf Burg Hohenentringen, war die nächste Station der Aussichtspunkt Grafenberg über Herrenberg-Kayh, wo der Obst- und Gartenbauverein Kayh unter dem Vorsitz von Peter Sindlinger Kostproben aus eigener Produktion zur Erfrischung anbot. Dazu zahlreiche Informationen rund um den Streuobstanbau, der seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft an den Schönbuchhängen prägt und nur durch sehr viel Einsatz und Arbeit der Obstbauern erhalten bleiben kann.

Ein Einsatz, der auch von der grün-roten Landesregierung honoriert wird, die erstmals eine Streuobstprämie von 15 Euro pro Baum an die Nebenerwerbsobstbauern zahlt. Eine Leistung, die auch zukünftig erhalten bleiben solle, wie unser Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, Bernd Murschel, betonte. Zumal die Streuobstwiesen Garant für eine intakte Artenvielfalt seien. Zudem werde auch von Verbraucherseite zunehmend der Wert regionaler Produkte erkannt und geschätzt. 

Auf dem Alten Rain erwartete der Sozial- und Erlebnispädagoge Andreas Feil, Betreiber des Waldseilgartens Herrenberg, die Radlergruppe mit den beiden Abgeordneten. Mit seinem erlebnispädagogischen Schwerpunkt sowie inklusiven Angeboten hat der Herrenberger Waldseilgarten im Vergleich zu anderen Seilgärten in der Region ein absolutes Alleinstellungsmerkmal inne. Ein gelungenes Beispiel von Naturerlebnis, Naherholung und Erlebnispädagogik, wie Bernd Murschel und Daniel Lede Abal feststellen konnten.

Hoch hinaus ging es zum Abschluss noch für Bernd Murschel, der den Aufstieg in den Seilgarten erprobte.

Im Waldseilgarten klang dann auch der eindrucksvolle Tag für die TeilnehmerInnen der Tour aus. Die RadlerInnen erlebten an diesem Tag das "grüne Band" des Naturparks Schönbuch, das ihre beiden Landkreise Böblingen und Tübingen verbindet.

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