Klimaschutzpolitik

Klimaschutz und Energiewende sind DIE Herausforderungen der nächsten Jahre.

Von 2011 - 2016 war ich Sprecher meiner Fraktion für den Bereich Klimaschutz. In der neuen Wahlperiode seit 2016 bin ich umweltpolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag. Dies war und ist für mich eine besondere Verantwortung und Herausforderung.

19.11.2019

Die Bewertung der Böden im Rahmen der Ökokonto-Verordnung - Kleine Anfrage

Derzeit stehen die Anpassung und Novellierung der Ökokonto-Verordnung an. Die Ökokonto-Verordnung hat sich gerade in der kommunalen Praxis als sehr wichtiges und wirkungsvolles Instrument bei Eingriffen in die Natur und Umwelt erwiesen.
Angestrebt wird ein schutzgutbezogener Ausgleich in einem räumlichen und zeitlichen Kontext. Als schwierig erweist sich dabei der Eingriff in Böden, da gerade durch Baumaßnahmen oft eine Versiegelung der Böden mit einem kompletten Verlust der Bodenfunktionen einhergeht.
Eine Aufwertung des Themas Boden im Rahmen der Novellierung der Ökokonto-Verordnung erscheint notwendig. Hierzu stellte Dr. Bernd Murschel eine parlamentarische Kleine Anfrage. Die Antwort des Umweltministers finden Sie hier.

14.11.2019

Trockenfall kleinerer Gewässer in Zeiten des Klimawandels - Kleine Anfrage

Das Jahr 2018 war ein sehr trockenes Jahr, so ist zum Beispiel in der Vegetationszeit mit etwa 370 mm rund 40 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel des internationalen Vergleichszeitraums 1961 bis 1990 (Landesanstalt für Umwelt – LUBW).
Das Projekt Klimaveränderung und Wasserwirtschaft (KLIWA) prognostiziert, dass die Grundwasserneubildungsrate bis 2050 in weiten Teilen des Landes um bis zu 20 Prozent pro Jahr zurückgehen wird. Auch Oberflächengewässer werden direkt oder indirekt von den Niederschlagsmengen beeinflusst. So waren zum Beispiel im Jahr 2018 bis zu 80 Prozent aller Kennwertpegel zeitgleich von Niedrigwasser betroffen (LUBW).
Daher ist damit zu rechnen, dass eine Folge des Klimawandels auch ein vermehrtes Vorkommen von Niedrigwasser und dürrebedingtem Trockenfallen von Gewässern (auch von kleineren Fließgewässern) sein wird, wie es zum Beispiel am Feuerbach im Landkreis Lörrach in 2018 und 2019 zu beobachten war. Damit einhergehend ist mit einer Minderung der ökologischen sowie ökonomischen Funktionen der Fließgewässer zu rechnen.
Gemeinsam mit seinem Lörracher Fraktionskollegen Josef Frey stellte Dr. Bernd Murschel als umweltpolitischer Sprecher eine Kleine Anfrage an die Landesregierung, um zu erfragen, welche mittelfristigen und langfristigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der wichtigen – insbesondere ökologischen – Funktionen der kleineren sowie größeren Fließgewässer eingesetzt bzw. erarbeitet werden. Die Antwort des Umweltministers finden Sie hier.

12.11.2019

Anfrage zu Emissionen der Zementindustrie

Quelle: pixabay

Die Zementindustrie zählt zu den energieintensiven Bereichen, die vor allem auch wegen hoher CO2-Emissionen in der Diskussion steht. Auch durch die Verwendung von sogenannten Ersatzbrennstoffen (z. B. Klärschlämme, Altreifen) stellt die Filterung der Schadstoffe in der Abluft eine große Herausforderung dar.
Aufgrund von Nachfragen und Beschwerden aus der betroffenen Bevölkerung rund um Standorte von Zementwerken in Baden-Württemberg wandte sich der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion GRÜNE, Dr. Bernd Murschel, mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung.
Die Antwort des Umweltministers ging jetzt an den Abgeordneten. Sie finden sie hier.

25.10.2019

"Landnutzung und Klimaschutz" Themenabend beim Kreisverband Calw mit Bernd Murschel

Auf Einladung des Grünen-Kreisverbands Calw referierte und diskutierte Dr. Bernd Murschel in Schömberg-Langenbrand vor und mit zahlreichen Zuhörer*innen – darunter etlichen Landwirten - zum Thema „Landnutzung und Klimaschutz“.
Als Agraringenieur und promoviertem Bodenkundler sind dem umweltpolitischen Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion besonders die Themen Humusaufbau und Erhalt bzw. Schutz von Moorlandschaften wichtig. Dabei sei es unabdingbar, die Landwirte mit ins Boot zu holen – egal ob ökologisch oder konventionell wirtschaftende, hob Bernd Murschel in seinem Vortrag hervor.
Intakte Böden und Moore haben ein großes Potential der CO2-Speicherung. Durch Humusaufbau könne dieses Potential weiter ausgebaut werden. Die sog. 4-Promille-Initiative wurde im Pariser Klimaschutzabkommen als festgeschrieben. Damit könnten weltweit die Treibhausgase maßgeblich reduziert werden.

„Ganz klar, dass dies nicht zu Lasten der Landwirte geschehen soll, sondern zu deren Nutzen“ betont Bernd Murschel. Das Beispiel eines konventionellen Landwirtschaftsbetriebs in Hohenlohe, der aktiven Humusaufbau betreibt und dadurch auch in den verstärkt auftretenden Dürresommern noch gute landwirtschaftliche Erträge erwirtschaftet, konnte er dabei aus eigener Anschauung aufführen.

Selbstverständlich wurde auch das Thema Volksbegehren Artenschutz angesprochen und heiß, aber sachlich diskutiert. Bernd Murschel verwies dabei auch auf das Eckpunktepapier, das die grün-geführte Landesregierung nun vorgelegt hat und das einen guten Kompromiss bildet. Mitte Dezember soll dies dann bewertet und gegebenenfalls in einen Gesetzentwurf münden.

16.10.2019

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ gibt dem Artenschutz neuen Schwung

Nach den Verhandlungen hat die grün-schwarze Koalition mit den Verbänden, die das Volksbegehren Artenschutz initiierten, ein Ergebnis erzielt, das sich sehen lassen kann:

 Rückgang der Pflanzenschutzmittel bis 2030 um 40 bis 50 %

 Naturschutzgebiete stehen künftig unter striktem Schutz vor Spritzmitteln

 Wir steigern die Öko-Anbauflächen auf einen Anteil von 30 bis 40 % an der gesamten Landwirtschaft bis 2030

 Gleichzeitig helfen wir Bauern beim Absatz von Öko-Produkten – etwa durch mehr Nachfrage bei Landeskantinen oder einer Werbekampagne bei großen Unternehmen

 Die Verbesserungen für Insekten reichen in Kommunen hinein: von Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung bis zu mehr Grün und weniger Pestiziden in privaten Gärten

 Die Einigung bringt Artenvielfalt und eine naturnahe Landwirtschaft in BW voran Das Volksbegehren ist schon jetzt ein Sieg für die direkte Demokratie. Es hat die Debatte um Artenschutz belebt und das Bewusstsein für den Schutz von Bienen gestärkt!

Die vorgelegten Punkte sollen in den nächsten Wochen in einen Gesetzentwurf münden, der spätestens im 1. Quartal 2020 verabschiedet werden soll. Hier geht es zum Eckpunktepapier.

19.09.2019

Arbeitskreis Umwelt der Landtagsfraktion vor Ort im Klärwerk Böblingen-Sindelfingen

Dr. Bernd Murschel im Gespräch in der Kläranlage Böblingen Sindelfingen
Der Arbeitskreis Umwelt mit dem Oberbürgermeister der Stadt Böblingen, der Baubürgermeisterin der Stadt Sindelfingen sowie dem Abteilungsleiter Gert Schwentner in der Kläranlage Böblingen-Sindelfingen

Der Arbeitskreis Umwelt, Klima und Energiewirtschaft besuchte im Rahmen der Fraktionsklausur in Gäufelden/Herrenberg (Lkr. Böblingen) die Kläranlage Böblingen - Sindelfingen, die vom gleichnamigen Zweckverband der beiden Städte betrieben wird. 

Gert Schwentner, Abteilungsleiter beim Zweckverband führte die Delegation, der sich auch der Oberbürgermeister der Stadt Böblingen, Dr. Stefan Belz, sowie die Sindelfinger Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens, anschlossen durch die Anlage.

Die Kläranlage ist vorbildlich ausgebaut, seit 2011 bereits mit einer 4. Reinigungsstufe, in der auch Spurenstoffe eliminiert werden. Hightech wird hier eingesetzt zur Klärung der Abwässer beider Städte. Es handelt sich um die zehntgrößte Kläranlage bundesweit.
Doch auch Probleme wurden angesprochen. Derzeit bestehe landes- und bundesweit das Risiko, dass die Anlagen auf ihrem Klärschlamm "sitzen bleiben" und aufgrund dessen die Gefahr, ihre Arbeit einstellen zu müssen.

Der umweltpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Dr. Bernd Murschel, betont dazu:" Zukünftig wird die Klärschlammentsorgung einen zentralen Stellenwert einnehmen. Deshalb ist der Bau einer Monoverbrennungsanlage am Restmüllheizkraftwerk Böblingen so wichtig."

04.07.2019

Umwelt trifft SWR

©SWR/Alexander Kluge
©SWR/Alexander Kluge
Dr. Bernd Murschel mit seinem CDU-Kollegen Paul Nemeth

Auf Einladung des SWR trafen sich am Rande der Bundesgartenschau Heilbronn auf dem Bildungscampus der Hochschule Umweltpolitiker und Aktive aus den Bereichen Umwelt und Naturschutz zu einer Veranstaltung, die zum Ziel hatte, die Umweltberichterstattung des SWR vorzustellen und gegenseitig ins Gespräch zu kommen.

Dabei wurde die Fülle an Sendeplattformen wie "Odysso", "Natürlich", "Planet Schule" u.v.m. des zweitgrößten Landessenders im ARD vorgestellt, aber auch die Auswahlkriterien, nach denen ein Thema auf den einzelnen Plattformen platziert und behandelt wird. 

Bei der anschließenden Diskussion standen die Umweltredakteure des SWR den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Eine Gelegenheit, die reichlich genutzt wurde.
Als promovierter Bodenphysiker äußerte Bernd Murschel den Wunsch, dass das Medium Boden als nicht reproduzierbare Ressource in der Berichterstattung stärker berücksichtigt werden sollte.

 

 

25.06.2019

Fachgespräch Klimaschutz und Landnutzung: Humusaufbau und Moorschutz im Fokus

Die Referenten und Referentin mit Dr. Bernd Murschel und Martin Hahn (ein Referent fehlt auf dem Foto)

Auf Einladung des umweltpolitischen Sprechers der Landtagsfraktion GRÜNE, Dr. Bernd Murschel, und des agrarpolitischen Sprechers Martin Hahn, diskutierten Experten und Vertreter der Landesregierung über Möglichkeiten und Handlungsoptionen, um landwirtschaftliche Böden und Moorböden stärker als Kohlenstoffsenken zu nutzen.

Mehr als 30 hochinteressierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Vertreter von Natur- und Umweltschutzverbänden, Landwirtschaft, Behörden und PraktikerInnen verfolgten das Fachgespräch im Sitzungssaal der GRÜNEN und diskutierten mit den Referenten. In Impulsvorträgen gingen die Referenten auf verschiedene Fragestellungen zur Erhaltung und Revitalisierung von klimarelevanten Böden und die dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen ein.

Dr. Martin Wiesmeier, Vertreter der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, stellte die Machbarkeitsstudie der „4 Promille Initiative - Klimaschutz durch Humusaufbau in Bayern“ vor. Humusaufbau sei nahezu flächendeckend in Bayern möglich, ist ein Ergebnis der bayerischen Studie. Doch trotz der humusaufbaufördernden Maßnahmen (verbesserte Fruchtfolgen, Agroforstsysteme, Umwandlung von Acker- zu Grünland, etc.) liege das Potential von Humusanreicherung auf organischen Böden nur bei 0,3-0,4 Mt C und damit bei rund 1‰ pro Jahr.
Eine zusätzliche Speicherung von jährlich 4 ‰ mehr organischer Bodensubstanz in allen Böden der Welt könnte demnach die aktuellen globalen, anthropogenen Treibhausgasemissionen weitgehend kompensieren.
Für die Verhältnisse in Bayern oder Baden-Württemberg würde dies eine Kompensation von rund 25% der jährlichen Treibhausgase bedeuten. „In den vergangenen 30 Jahren zeigen ¼ unserer Böden einen hohen Kohlenstoffverlust. Die Herausforderung ist es, den aktuellen Kohlenstoffgehalt im Boden in der Zukunft zu halten,“ so Wiesmeier.

Dr. Adrian Müller vom schweizerischen Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) legt die Komplexität der politischen Rahmenbedingungen für Klimaschutz in der Landwirtschaft dar. Eine nachhaltige Landwirtschaft basiere vor allem auf einem nachhaltigen Ernährungssystem. Das bedeute, weniger tierische Produkte und weniger Abfälle. Für Böden zu sorgen sei gut. Humusaufbau, Bodenfruchtbarkeit, organischer Dünger und: „Bio ist gut.“ Humusaufbauende Maßnahmen müssten politisch gefördert werden, allerdings nicht nur über Biolandbau.
Humusaufbau gehöre zu einer guten landwirtschaftlichen Praxis, zudem Moore schützen und nicht weiterhin als landwirtschaftliche Produktionsflächen degradieren.

Michael Reber, Landwirt und Blogger aus Hohenlohe betreibt praktischen Landbau. Reber ist überzeugt von einer regenerativ praktizierenden Landwirtschaft um Nährstoffe und mikrobiologische Prozesse im Boden ins Gleichgewicht zu bringen.
Aus seiner täglichen Praxis berichtet er über die positiven Auswirkungen von aktiven Humusaufbaumaßnahmen auf seinen Ackerböden. Er plädiert für eine humusaufbaufördernde Landwirtschaftspolitik. Und fordert seine landwirtschaftlichen Kollegen auf: „Wir müssen uns mehr mit unseren Böden beschäftigen und nicht einfach nur düngen!“

Dr. Werner Weinzierl, Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg, vertritt dagegen die Meinung: „Der Aufwand von Humusaufbau aus Klimaschutzgründen ist zu hoch und die Wirksamkeit zu gering. Eine viel effizientere CO-Speicherung in Böden gelingt durch eine aktive Moorrenaturierung“.

Prof. Dr. Hans Joosten von der Universität Greifswald vertritt im Weltklimarat den Moorschutz. In seinem Vortrag erinnerte er nochmals an das Pariser Klimaabkommen und das gemeinsame verpflichtende Ergebnis – „wir müssen THG-Emissionen reduzieren“.
Moorböden seien wichtige Kohlenstoffspeicher. Die Nutzung von Mooren als landwirtschaftliche Flächen bringe immense Klimaschäden. „Aber wir können nicht alle Moorflächen fluten und aus der Produktion nehmen, nicht in Europa, nicht in der Welt. Wir müssen die Wirtschaftsflächen auf Moor sofort wieder vernässen mit Erhalt der Produktionsfunktion der Landwirtschaft in anderer Form“, so Joosten.

Staatssekretärin Dr. Gisela Splett (Finanzministerium Baden-Württemberg) und Staatssekretär Dr. Andre Baumann (Umweltministerium Baden-Württemberg) berichteten über den Stand der Moorschutzstrategie in Baden-Württemberg und deren Ziel- und Umsetzung. Dabei ist das Finanzministerium vor allem mit dem Ankauf von bisher landwirtschaftlich genutzten Moorflächen aktiv.

Dr. Bernd Murschel fasste zusammen, „Humusaufbau ist eine Anpassungsstrategie für die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels. Moorschutz ist Klimaschutz – hierfür müssen wir die Landwirte mit ins Boot holen“.

Naturschutzmaßnahmen gegen Artensterben
103.289 Euro vom Land für den Erhalt von Schutzgebieten im Landkreis Böblingen

Mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt will die grün-geführte Landesregierung den rasanten Verlust an Artenvielfalt stoppen. Das Umweltministerium hat nun über die vergangenen anderthalb Jahre Bilanz gezogen und Auskunft gegeben, wie viel Geld in die Landkreise für Naturschutzprojekte geflossen ist. Demnach erhielt der Landkreis Böblingen 103.289,15 Euro vom Land für insgesamt 38 Vorhaben.
So werden insbesondere der Erhalt und die Entwicklung von Schutzgebieten mit 24 Projekten und rund 57.016 Euro gefördert. Auch für Moorschutz-Maßnahmen und die Schaffung von neuen Lebensräumen für bedrohte Arten kommen insgesamt 46.271,93 Euro zusammen.   Mehr »

Land unterstützt Kommunen bei Lärmschutz
 Murschel und Walker (GRÜNE): Schutz der Anwohner in urbanen Räumen steht im Mittelpunkt

Mit der schönen Jahreszeit startet auch die Motorradsaison. Damit einher geht aber vielerorts von den stark befahrenen Motorradrouten eine hohe Lärmbelastung aus. Die Landesregierung wirkt der Lärmbelastung entgegen und unterstützt Kommunen, Stadt- und Landkreise bei der Anschaffung von sogenannten „Motorradlärm-Displays“. Vor allem in urbanen Räumen werden Motoradfahrer darauf aufmerksam gemacht, leiser und sicherer zu fahren. Die bisherigen Testreihen der Motoradlärm-Displays bestätigen eine Absenkung der Lärmwerte.   Mehr »

Murschel und Walker rufen zu aktiver Beteiligung auf:
„Gemeinsam Ideen sammeln für den Klimaschutz“

Baden-Württemberg schreibt sein Klimaschutzgesetz fort und wird auch die damit verbundenen Maßnahmen den neuen Herausforderungen anpassen. Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, sich an diesem Prozess aktiv zu beteiligen. Dieser Beteiligungsprozess zum neuen Integrierten Energie und Klimaschutzkonzept (IEKK) ist am Freitag an den Start gegangen. Hintergrund ist die Frage, auf welche Weise die klima- und energiepolitischen Ziele im Land erreicht werden können - von Maßnahmen zu geringerem CO2-Ausstoß bei Verkehr oder Industrie bis zu höherer Energieeffizienz bei Gebäuden umfasst dieses Konzept alle Bereiche.   Mehr »

15.04.2019

Kleine Anfrage: Beschaffung von Arbeitsbekleidung ohne per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in Landeseinrichtungen und Kommunen

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) kommen nicht in der Natur vor und können dort auch nicht wieder abgebaut werden. Sie reichern sich in der Umwelt (Gewässer, Boden, etc.) an und stehen unter Verdacht, Krebs zu erregen und die Fortpflanzung zu gefährden.
Der PFC-Schadensfall im Rheintal verdeutlicht, dass ubiquitär verteilte Chemikalien eine große Herausforderung für die mögliche Sanierung und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung darstellt. Die Ursachen von PFC-Anreicherung sind auf verschiedene Eintragsquellen zurückzuführen.

Neben landwirtschaftlich genutzten Klärschlämmen ist auch die Produktion und Nutzung von Alltagsprodukten wie z. B. Outdoor/Arbeitskleidung eine besondere Eintragsquelle und nicht zu unterschätzen.
Die Verwaltungsvorschrift Beschaffung möchte der „Nachhaltigen Beschaffung“ eine größere Gewichtung geben. Es wäre wünschenswert, die Beschaffung von PFC-freier Arbeits- bzw. Funktionskleidung in Landeseinrichtungen zu prüfen.
Vor diesem Hintergrund richtete Dr. Bernd Murschel eine Kleine Anfrage an die Landesregierung.
Die Antwort des Umweltministeriums finden Sie hier.

Dr. Bernd Murschel MdL mit den Teilnehmer*innen aus Herrenberg

Die Landtagsfraktion, federführend die beiden Arbeitskreise Umwelt und Wirtschaft, luden zu einem Kongress über die Zukunft unserer Städte ein, über Möglichkeiten, lebenswertes urbanes Leben zu verwirklichen und dies trotz aller Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt.

Brigitte Bundesen Svarre von „Gehl architects“, Kopenhagen, startete in der Reihe der Vorträge mit „Human scaled Cities“. Sie referierte über die vier Phasen, in denen sich Kopenhagen hin zu einer attraktiven Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität entwickelte. Von einer Innenstadt, die vorrangig Parkraum für Autos bereitstelle, über eine Innenstadt zum Shoppen und mit Gastronomie, hin zu einer Innenstadt für die aktive Erholung bis zum Ziel, das die Referentin mit „walk, be safe, enjoy“ definierte: alle Verkehrsteilnehmer auf Augenhöhe, wobei Fußgänger und Fahrradfahrer Priorität genießen.

Britta Weißer vom Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung der Universität Stuttgart befasst sich mit Städteplanung im Zeichen des Klimawandels, was bedeutet, dass Städte nur dann (über-)lebenswert bleiben, wenn sie eine Resilienz gegenüber den Symptomen der Klimaänderung wie häufige Hitze- und Dürrephasen, Starkregenereignisse und Stürme entwickeln. Entsiegelte Flächen, vertikale und horizontale Begrünung der Gebäude und Retentionsflächen sind hier zentrale Punkte. ...   Mehr »

Böden in Deutschland speichern mehr als doppelt so viel CO2 wie die Wälder einschließlich Totholz

In einem Antrag hat Dr. Bernd Murschel die Bedeutung der Böden als Kohlenstoffspeicher im Zusammenhang mit dem Klimaschutz abgefragt. Nach den Ergebnissen der bundesweiten Bodenzustandserhebung durch das Thünen-Institut ist im obersten Meter landwirtschaftlich genutzter Böden mit insgesamt rund 2,5 Mrd. Tonnen Kohlenstoff mehr als doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert, als in allen Bäumen (inkl. Totholz) in den Wäldern Deutschlands (1,17 Mrd. Tonnen).

Das Umweltministerium Baden-Württemberg bestätigt in seiner Beantwortung des Antrags: „Diese Zahlen und Ergebnisse unterstreichen die Verantwortung der Landwirtschaft in Deutschland für den Erhalt und Aufbau des Corg (Kohlenstoff)-Vorrates durch ein nachhaltiges Humusmanagement oder wo möglich durch Nutzungsänderungen."   Mehr »

Murschel und Walker(GRÜNE): Land fördert Spurenstoffelimination und Hochwasserschutz in Leonberg und Böblingen mit insgesamt 710.000 Euro

Umweltschonende Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz oder Regenwasser-Rückhaltung: Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) unterstützt die Städte und Gemeinden mit rund 164 Millionen Euro bei Projekten zu Wasserwirtschaft und Altlasten-Beseitigung. Auch der Landkreis Böblingen profitiert: 710.000 Euro fließen nach Leonberg und Böblingen.    Mehr »

Antwort des Verkehrsministers: Kontinuierliche Messstation Grabenstraße in Leonberg bleibt Murschel: „ Regionale Maßnahmen zur Luftreinhaltung notwendig“

Ursprünglich hatte das Verkehrsministerium Baden-Württemberg die Absicht, die kontinuierlich arbeitende Messstation an der vielbefahrenen Grabenstraße in Leonberg abzubauen und in das Stadtgebiet von Stuttgart umzusetzen.
Gegen diese Planung hatte sich der Leonberger Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Leonberg, Dr. Bernd Murschel (GRÜNE) in einem Abgeordnetenbrief an Verkehrsminister Winfried Hermann ausgesprochen.
Es könne nicht sein, dass eine Messstation, die dauerhafte Überschreitungen für NO2 ermittelt, zuletzt sogar im Jahr 2018 mit steigender Tendenz, verlagert werden solle.    Mehr »

31.01.2019

P R E S S E M I T T E I L U N G

Murschel: Maßnahmen der Luftreinhaltepläne wirken nicht in allen Gemeinden

Der Leonberger Landtagsabgeordnete Dr. Bernd Murschel (GRÜNE) wertet die neuen Messergebnisse der LUBW hinsichtlich Stickoxidbelastung der Städte als Zeichen dafür, dass die Maßnahmen der Luftreinhaltepläne in den Gemeinden seines Wahlkreises nicht überall wirken.

Hier die Messergebnisse der LUBW (Jahresmittelwert von Stickstoffdioxid in Mikrogramm/m³):

Stadt/Jahr:  2018    2017      2016

Leonberg       45         43         47

Herrenberg    41         47         49

Mühlacker      33         47         49
(zum Vergleich) 

Murschel: „Nach wie vor überschreiten sowohl die Messstationen in Leonberg als auch die in Herrenberg den gültigen Grenzwert von 40 Mikrogramm/m³ Stickstoffdioxid. Es gilt zumindest für die Station in Leonberg, wo die Werte 2018 sogar – entgegen des bundesweiten Trends - wieder angestiegen sind, dass die bisherigen Maßnahmen im Luftreinhalteplan nicht ausreichen.“
In Herrenberg sinken die Werte kontinuierlich in den letzten Jahren, liegen aber dennoch über den gültigen Grenzwerten.

„Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die bisherigen Bemühungen um eine bessere Luftqualität weiter intensiviert werden müssen“, so Murschel. „Dass der Verkehr der Hauptverursacher von Stickstoffdioxiden ist, zeigt das Beispiel Mühlacker. Die dortige Messstation lieferte in den Jahren 2016 und 2017 vergleichbare Werte wie in den anderen beiden Städten. Insbesondere durch die stark frequentierte B 10, die durch das Stadtgebiet führt.“
Der drastische Rückgang der Belastung in Mühlacker im Jahr 2018 sei vornehmlich durch eine mehrmonatige Sperrung der B 10 im Ortsgebiet zurückzuführen.

Murschel zieht daraus das Fazit: „Saubere Luft in den Städten der Region wird noch für viele Jahre eine Daueraufgabe bleiben und erfordert ein neues Denken beim Thema Mobilität.“

05.12.2018

Tag des Bodens am 05. Dezember - P R E S S E M I T T E I L U N G

Zum Internationalen Tag des Bodens am 05. Dezember
Dr. Bernd Murschel, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion GRÜNE: „Innovativer Bodenschutz spart Geld und sorgt für effizientes und sparsames Bauen“

Böden sind vielfältig und nehmen elementare, für uns überlebenswichtige Funktionen wahr: Sie sind Grundlage für die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel, sind Wasserspeicher und dienen damit dem Hochwasserschutz. Sie sind eine der wichtigsten Senken für Kohlendioxid und geben damit eine Antwort auf den Klimawandel.

Weniger bekannt ist: Bodenschutz muss nicht anstrengend sein, sondern ein intelligenter Bodenschutz spart Geld, Zeit und Ressourcen und erleichtert damit das Bauen.
In Baden-Württemberg ist Deponieraum knapp. Gerade der Abraum unbelasteter bzw. nur schwach belasteter Böden aus dem Aushub von Baustellen (Deponieklasse 0, 1) muss oft teuer entsorgt werden und erfordert meist lange Transportwege. Eine kurzfristige Lösung dieses Engpasses ist nicht in Sicht, da Deponieplanungen langfristig sind und Planfeststellungen sich über viele Jahre ziehen.

Hier setzt die Bodenkundliche Baubegleitung an. Diese fachkundige Person organisiert und managt den Baustellenablauf in Bezug auf den Schutz der Böden und die optimale Verwertung des anfallenden Bodenaushubs. Dabei gilt ein Grundsatz, dass entsprechend seiner Qualität ein möglichst großer Teil des anfallenden Bodenmaterials direkt auf der Baustelle oder zumindest ortsnah wieder verwertet wird und somit Transporte und Entsorgungsaufwendungen deutlich reduziert werden. Auf Baustellen mit viel anfallendem Bodenmaterial können damit erhebliche Kosten eingespart werden. Zudem können die Bauabläufe optimiert und beschleunigt werden.

Fazit: Die Bodenkundliche Baubegleitung spart Geld und Ressourcen, schont den knappen Deponieraum und erleichtert damit das Bauen.

...

Das am 27.11.2018 einstimmig von der Landtagsfraktion GRÜNE beschlossene Strategiepapier Bodenschutz finden Sie hier

 

 

29.11.2018

Antrag: Organisationsformen der kommunalen Abwasserentsorgung

Die kommunale Abwasserentsorgung gehört zu den Pflichtaufgaben der Kommunen.
Auch durch die steigende Anforderung an die Abwasserreinigung wird der technische und monetäre Aufwand für die Kommunen größer. Um die Abwassergebühren für die Verbraucher auf einem stabilen Niveau zu halten, werden auf kommunaler Ebene verschiedene steuerliche Querverbünde praktiziert.
Mögliche Organisationsformen sind: Regiebetrieb (im kommunalen Haushalt), Eigenbetrieb, Eigengesellschaft, Betreibermodell, Kooperationsmodell und privates Unternehmen (materielle Privatisierung).

Der Antrag geht der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen der Organisationsform und der Höhe der Abwassergebühr gibt.
Die Antwort des Ministeriums auf den Antrag finden Sie hier.

29.11.2018

Wichtiger Meilenstein für den Bodenschutz: Landtagsfraktion beschließt Strategiepapier Boden

Böden spielen eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem. Sie speichern CO2, bieten Lebensraum für zahlreiche Arten und bilden die Grundlage unserer Ernährung. Zunehmender Flächenverbrauch, intensive landwirtschaftliche Nutzung und stoffliche Belastungen sind ständige Herausforderungen für unsere Böden.

Nachdem Dr. Bernd Murschel am 19. Oktober zu einem Bodenschutz-Fachgespräch eingeladen hatte (s.d.), erarbeitete er jetzt ein Strategiepier Bodenschutz, in das auch die Ergebnisse des Fachgesprächs eingeflossen sind. Dieses Papier wurde nun in der Fraktionssitzung am 27. November 2018 einstimmig beschlossen. Zum Strategiepapier klicken Sie hier.

26.10.2018

Umweltpolitischer und klimaschutzpolitischer Sprecher treffen Jugendbeiräte der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg

Die beiden Abgeordneten der Landtagsfraktion GRÜNE, Dr. Bernd Murschel und Daniel Renkonen, diskutierten mit den Jugendbeiräten der Nachhaltigkeitsstrategie von Baden-Württemberg über die Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in Baden-Württemberg.

Mobilität, Grünes Wachstum, Ausstieg aus Kohlekraft, Kreislaufwirtschaft, CO2-Steuer, Bildungspolitik und weitere Themen standen im Mittelpunkt des Gesprächs.
Wie kann man nachhaltiges Handeln unterstützen? Z.B. durch vergünstigtes Bio-Essen in Kantinen.

 „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist dem Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsstrategie ein großes Anliegen. Er erwartet, dass dies auch in der Bildungspolitik verankert wird“, betonen die beiden Abgeordneten.
Viele Fragen seitens der Jugendbeiräte zeigen, dass der Austauschbedarf zwischen Politik und jungen engagierten Menschen wichtig ist. Im Gespräch wurde die Politik wie ein großer schwerer Dampfer auf See beschrieben, bei dem ein Richtungswechsel schwer ist und lange dauert. Mit der grün-geführten Landesregierung wurde in den letzten 7 Jahren schon viel erreicht – aber es gibt auch noch viel zu tun. Bildlich gesprochen: „Der schwerfällige Dampfer hat nun seine Richtung geändert und befindet sich auf gutem Kurs.“

19.10.2018

Fachgespräch "Bodenschutz - eine umweltpolitische Querschnittsaufgabe"

Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Grüne im Landtag, Dr. Bernd Murschel lud zum Fachgespräch im Haus der Abgeordneten ein. Gefolgt waren der Einladung über 40 Interessierte.

Böden spielen eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem. Sie speichern CO2, bieten Lebensraum für zahlreiche Arten und bilden die Grundlage unserer Ernährung.
Zunehmender Flächenverbrauch, intensive landwirtschaftliche Nutzung und stoffliche Belastungen sind ständige Herausforderungen für unsere Böden.
Ziel muss es sein, das Schutzgut Boden mit seinen Funktionen auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Vor dem Hintergrund der ökologischen Relevanz der Böden waren sowohl ein Sachstandsbericht als auch ein Ausblick aus fachlicher Perspektive notwendig.

Fünf Experten beleuchteten aus verschiedenen Blickwinkeln das Thema.
So Prof. Dr. Thilo Streck vom Fachgebiet Biogeophysik der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Frieder Haakh, technischer Geschäftsführer der Landeswasserversorgung, Peter von Schnakenburg (Stadt Stuttgart), Jochen Goedecke, Landwirtschaftsreferent des NABU BW sowie Peter Huber vom Zukunftsforum Natur & Umwelt Ortenau.

Sowohl in den Vorträgen als auch in der anschließenden Diskussion mit den Experten wurden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bodenschutz aufgezeigt.

"Wir haben also für die zweite Halbzeit der Koalition noch wichtige Herausforderungen für den Bodenschutz umzusetzen. Dabei bedarf es nicht zahlreicher Gesetzesinitativen", betont Bernd Murschel, „wir haben kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit. Dies gilt es, für einen guten Bodenschutz zu schließen."

Den ausführlichen Bericht zum Fachgespräch sowie die Referentenbeiträge finden Sie hier.

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06.09.2018

Humusaufbau: Gezielte Maßnahmen für mehr Bodenfruchtbarkeit

Dr. Bernd Murschel, Jutta Niemann und Landwirt Reber auf der frisch abgeernteten Maisfläche

Die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Bernd Murschel und Jutta Niemann konnten sich bei einem Betriebsbesuch bei Landwirt Michael Reber in der Nähe von Schwäbisch Hall von der Wirkung des gezielten Humusaufbaus auf die Bodenfruchtbarkeit überzeugen.

Michael Reber ist davon überzeugt, dass nur auf diese Weise eine nachhaltige Landwirtschaft möglich ist, insbesondere da er auf seinen 270 ha Produktionsfläche mit einem hohen Anteil an Silomais arbeitet. Reber nennt dieses Anbausystem „regenerative Landwirtschaft“, die ihm nach seinen Aussagen die Sicherheit gibt, auch weiterhin die notwendige Biomasse für seine Biogasanlage produzieren zu können. Untersaaten und langsam wachsende Gräser bedecken auch nach der Maisernte den Boden und schützen vor Erosion, berichtet er. Die bestehenden Wurzeln fördern Humusaufbau im Oberboden und somit die Bodenfruchtbarkeit.

Herr Reber beobachtete seine landwirtschaftlichen Flächen in den vergangenen drei Jahren und zieht ein positives Fazit: Deutlich weniger Bodenerosion bei Starkregenereignissen, hohe Wasserspeicherkapazität im Boden und geringerer Einsatz von chemischen Pflanzenschutz- und Düngemittel im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft. Die aktuelle Dürreperiode in diesem Jahr war trotz der höheren Wasserspeicherkapazität auf seinen Flächen eine Herausforderung.

Einen praktischen Feldversuch über die Wirkung des Humusaufbaus bei Starkregenereignissen demonstrierte Landwirt Reber den beiden Abgeordneten.

Dr. Bernd Murschel, der in seiner Dissertation über Bodenerosion geforscht hatte, erklärt dazu: „Schon diese einfachen Beregnungsversuche auf dem Feld zeigen, dass Böden mit höherem Humusanteil wesentlich mehr Wasser speichern und somit im Vergleich mit konventionellen Flächen eine deutlich geringere Bodenerosion aufweisen.“

04.07.2018

Besuch des Kompetenzzentrums Spurenstoffe an der Universität Stuttgart

Dr. Schönberger und eine Mitarbeiterin erläutern dem Landtagsabgeordneten Dr. Bernd Murschel und dem Parlamentarischen Berater für Umwelt Dr. Holger Fischer die Funktionsweise der Anlage.

Seit 2012 berät und unterstützt das Kompetenzzentrum Spurenstoffe (KomS BW) landesweit Kommunen bei der Einführung einer weitergehenden Abwasserreinigungsstufe in Kläranlagen.
Dabei es geht um sogenannte Spurenstoffe, insbesondere Arzneimittelrückstände, Hormone, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und anderen überwiegend organischen Schadstoffen.

Der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion GRÜNE, Dr. Bernd Murschel, informierte sich bei einem aktuellen Besuch im KomS BW, welches sich auf dem Gelände des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart befindet.

Der Leiter der KomS BW, Dr. Schönberger, erläuterte den wissenschaftlichen Stand der Abwasserreinigung.

Mit relativ wenig Aufwand können über Aktivkohleverfahren, ein Großteil der gefährlichen Stoffe aus diesem Wasser herausgefiltert werden.

Bernd Murschel zog nach dem Besuch das Fazit: “Das Kompetenzzentrum Spurenstoffe ist die ideale Transferschnittstelle zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis. Hier können sich die Gemeinden zu allen Fragen der Abwasserreinigung informieren. Ich kann das nur empfehlen“. 

15.06.2018

P R E S S E M I T T E I L U N G

Rekordsumme vom Land für den Klimaschutz in den Kommunen

MdL Thekla Walker und Dr. Bernd Murschel: „Städten, Gemeinden und Landkreisen kommt eine Schlüsselrolle zu“

Eine Rekordsumme von 16 Millionen Euro steht den Kommunen ab sofort für den Klimaschutz zur Verfügung. „Städte, Gemeinden und Landkreise können ab sofort Anträge stellen“, informiert die Grüne Abgeordnete Thekla Walker MdL. Walker begrüßt die deutliche Aufstockung des Fördertopfes auf 16 Millionen Euro in 2018 und 2019 im Rahmen des zweiten Klimaschutzpakts: „Damit senden wir ein starkes Signal für den Klimaschutz in die Kommunen.“ In den beiden Jahren zuvor betrug das Volumen des Paktes drei Millionen Euro.

„Unseren Kommunen kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn wir beim Klimaschutz vorankommen und unsere Ziele erreichen wollen“, betont Dr. Bernd Murschel MdL. Ende 2015 hatten deshalb die grün-geführte Landesregierung und die kommunalen Landesverbände einen Klimaschutzpakt geschlossen, der jetzt neu aufgelegt wurde. Mit dieser Vereinbarung bekennen sich Land, Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag zur Vorbildwirkung der öffentlichen Hand beim Klimaschutz und zu den klimapolitischen Zielen des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes.

Bislang sind 229 Kommunen dem Klimaschutzpakt beigetreten, darunter die Gemeinden Waldenbuch und Holzgerlingen sowie der Landkreis Böblingen. Das Land unterstützt insbesondere Angebote zur Beratung und Vernetzung von Kommunen und kommunalen Einrichtungen sowie von Multiplikatoren und Mandatsträgern im Bereich Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Erstmals stehen auch Fördermittel für nachhaltige, energieeffiziente Sanierungen von Schulen bereit.

09.05.2018

Antrag: Stand der Technik und Umsetzung der Phosphor-Rückgewinnung insbesondere in Kläranlagen

Phosphor ist eine endliche Ressource und ein essenzieller Rohstoff in der Landwirtschaft. Die Verfügbarkeit ist für die heutige und die kommenden Generationen von entscheidender Bedeutung und steht in natürlich abbauwürdigen Vorräten begrenzt zur Verfügung. Die Versorgung für Baden-Württemberg kann langfristig nur ökologisch und wirtschaftlich verträglich sichergestellt werden, wenn Phosphorimporte zumindest teilweise durch Phosphor-Rückgewinnung ersetzt werden.

Phosphor rückt deshalb zunehmend in den Fokus der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, sind die kommunalen Kläranlagen durch zusätzliche Verfahrensstufen aufzurüsten. Bei diesen langfristig angelegten Überlegungen unterstützt das Land Baden-Württemberg die Kommunen im Land. Der vorliegende Antrag dient der Darstellung der technischen Möglichkeiten und der aktuellen rechtlichen Grundlagen.

09.05.2018

Antrag: Stand der Technik und Umsetzung der Spurenstoffelimination insbesondere in Kläranlagen

Täglich gelangen Spurenstoffe (Haushaltschemikalien, Süßstoffe, Arzneimittelrückstände, hormonell wirksame Substanzen, etc.) über das Abwasser in die Kläranlagen und von dort aus in andere Gewässer. Diese Stoffe können in kleinen Mengen schon starke Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Spurenstoffe rücken deshalb zunehmend in den Fokus der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, sind die kommunalen Kläranlagen durch zusätzliche Verfahrensstufen aufzurüsten. Bei diesen langfristig angelegten Überlegungen unterstützt das Land Baden-Württemberg die Kommunen im Land. Der vorliegende Antrag dient der Darstellung der technischen Möglichkeiten und der aktuellen rechtlichen Grundlagen.

03.05.2018

Antrag „Radon-222 in Baden-Württemberg

Das natürlich vorkommende, radioaktive Edelgas Radon-222 ist eine nicht zu unterschätzende Quelle für die Strahlenexposition der Bürgerinnen und Bürger. In Abhängigkeit von dem geologischen Ausgangsmaterial kann Radon-222 beim Zerfall von Uran-238 entstehen und als Edelgas durch die Böden diffundieren. Insbesondere bei undichten Kellergeschossen kann dieses Gas in die Gebäudeinnenräume gelangen und sich dort anreichern.

Mit dem neuen Strahlenschutzgesetz werden ab 2019 zusätzliche Verpflichtungen zum Schutz vor Radon-222 notwendig. Dies betrifft insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Arbeitsplätzen.

Das Land Baden-Württemberg plant eine umfangreiche Informationskampagne, um den Anforderungen des Bundesgesetzgebers gerecht zu werden. Auf einen Antrag von Dr. Bernd Murschel zu dieser Frage nahm das Umweltministerium Baden-Württemberg nun Stellung

25.04.2018

Gespräch mit Freiwilligen im Ökologischen Jahr

Die Abgeordneten Bettina Lisbach und Dr. Bernd Murschel mit den Gesprächsteilnehmern des FÖJ.

Auf Einladung des Arbeitskreises Umwelt besuchten mehrere junge Menschen, die derzeit ein freiwilliges ökologisches Jahr ableisten die Fraktion Grüne im Landtag. Neben den positiven Aspekten und den vielfältigen Erfahrungen in diesem Freiwilligenjahr wurden auch Verbesserungswünsche von Seiten der jungen Menschen angemahnt. Die Steigerung der Attraktivität und die Gewährleistung einer ausreichenden finanziellen Unterstützung waren dabei zentrale Punkte. Als ein Beispiel wurde hier ein ermäßigtes VVS-Ticket gewünscht, ähnlich wie dies Studenten in Anspruch nehmen können. Die Abgeordneten versprachen hier eine Abklärung mit dem Umweltministerium.

 

22.03.2018

Zum Tag des Wassers am 22. März 2018

PRESSEMITTEILUNG

Donnerstag, 22.03.2018

 

Tag des Wassers 2018: Land unterstützt Kommunen bei Projekten zur Wasserwirtschaft

 

Dr. Bernd Murschel MdL: „Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist ein Grundrecht für die Menschen und damit ein zentraler Auftrag der staatlichen Daseinsvorsorge“

Stuttgart – Der internationale Tag des Wassers, am 22. März, erinnert jedes Jahr an den verantwortungsvollen Umgang mit dem knappen und wertvollen Schutzgut „Wasser“.  Die Verfügbarkeit von sauberem (Trink-)Wasser für alle Menschen ist eines der zwölf globalen Ziele der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals). Dieses Ziel ist weltweit noch längst nicht erreicht.


„Auch in Europa und in unserem Land gibt es noch einiges zu tun, um eine Versorgung mit sauberem Wasser in guter Qualität für alle und unsere zukünftigen Generationen sicherzustellen“, betont der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion GRÜNE, Dr. Bernd Murschel.
In Baden-Württemberg konnte die Landesregierung durch entsprechende Maßnahmen den Zustand der Gewässer verbessern. Mit dem Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten“ unterstützt das Umweltministerium die Kommunen im Land dieses Jahr mit rund 138 Millionen Euro aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds. „Maßnahmen, die eine sichere Versorgung mit Trinkwasser, die umweltschonende Entsorgung von Abwasser, die Untersuchung und Sanierung kommunaler Altlasten, Gewässerrenaturierungen und modernen Hochwasserschutz gewährleisten, stellen unsere Städte und Gemeinden vor enorme finanzielle Herausforderungen“, so Murschel. „Deshalb ist es wichtig, dass das Land den Kommunen zur Daseinsvorsorge finanziell unter die Arme greift.“

 

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass dennoch zu viele Spurenstoffe, zuviel Phosphor sowie Mikroplastik in die Bäche und Flüsse gelangen. „Laut EU-Vorgaben sind wir noch viel zu weit von einem guten Zustand der Gewässer entfernt“, unterstreicht Murschel. So komme den Landkreisen am Rande des Neckarbeckens eine besondere Verantwortung zu. Denn fast 50 Prozent der Phosphoreinträge im Neckar stammen aus den kommunalen Sammelkläranlagen der Region. Auch die Landwirtschaft trage mit Abschwemmungen und Auswaschungen zu erheblichen Stickstoffeinträgen in den Neckar bei. Deshalb stellt das Land den Kommunen fast 62 Millionen Euro zur Verfügung, um ihre Abwasserbeseitigung zu modernisieren und so dazu beizutragen, die Qualität der Gewässer im Land weiter zu verbessern.

 

Murschel hob hervor, dass das Land bei der Modernisierung der Infrastruktur eine Vorreiterrolle einnehme. So laufe bereits die „vierte Reinigungsstufe“ der Kläranlage Böblingen/Sindelfingen. Mit einem Zuschuss von rund 2,6 Millionen Euro wird die Verbandskläranlage Immendingen/Geisingen (Landkreis Tuttlingen) ebenfalls entsprechend ausgebaut.  Moderne Kläranlagen sind heute in der Regel dreistufig, da zur Abwasserreinigung nacheinander mechanische, biologische und chemische Verfahren eingesetzt werden. Die vierte Reinigungsstufe beschreibt einen zusätzlichen Verfahrensschritt in der Kläranlage, der zur weiteren Reinigung des behandelten Abwassers dient, beispielsweise der Elimination von Mikroschadstoffen. In Renningen werde ein Verfahren für innovative Phosphorrückgewinnung getestet; weitere Anlagen seien in Planung, etwa in Leonberg.

08.03.2018

Die „4 ‰-Initiative“ zum Klimaschutz: Böden als Kohlenstoffsenke – Antrag von Dr. Bernd Murschel

Die 4-Promille-Initiative zum globalen Humusaufbau basiert auf einer Vereinbarung von über 21 Staaten im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris. Wenn über mehrere Jahre die Böden in Humus mehrender Form bearbeitet werden, so können diese Böden als Kohlenstoffsenke wirken.

Für Baden-Württemberg könnten damit rund ein Drittel der jährlich emittierten Treibhausgase gebunden werden. Dies geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf einen Antrag von Dr. Bernd Murschel hervor. „Damit wird deutlich, welch großes Potential die Böden für den Klimaschutz haben“ betont der Abgeordnete.

URL:http://murschel.de/politik/umwelt-und-klima/