03.02.2016

P R E S S E M I T T E I L U N G

Im Landkreis Böblingen erhalten acht Gemeinden Finanzierungshilfen für die städtebauliche Erneuerung

MdL Murschel (GRÜNE): „ Fast viereinhalb Millionen Euro allein im Jahr 2016 geben wichtige Impulse in den Ortskernen.“

Mit 900 000 Euro aus den Programmen der Städtebauförderung kann die Altstadt in Weil der Stadt und die denkmalgeschützte Gebäudesubstanz dort aufgewertet werden. Damit wird auch die laufende Umgestaltung des öffentlichen Raumes auf dem Weil der Städter Marktplatz vorangebracht.

Ebenfalls im Altkreis Leonberg wird die „jüngste Stadt“ Baden-Württembergs, Rutesheim, mit einer zusätzlichen Finanzhilfe über 450 000 Euro zur Sanierung des Ortskerns bedacht.

Im Oberen Gäu erhalten die Gemeinden Jettingen und Mötzingen einen positiven Bescheid.

Für die Sanierungsmaßnahme „Kohlplatte/Öschelbronner Straße“ wird Jettingen zusätzlich 200 000 Euro erhalten.

Den gleichen Betrag erhält Mötzingen für die Sanierungsmaßnahme des „Ortskern II“.  Wie der Leonberger Landtagsabgeordnete Dr. Bernd Murschel am Mittwoch bekannt gab.

Murschel betont, dass die Städtebauförderung zur Reduzierung des Flächenverbrauchs beitrage: „In der Städtebauförderung gilt der Grundsatz Innen- vor Außenentwicklung. Denn es werden gezielt Vorhaben unterstützt, bei denen innerorts gelegene Brachflächen für den Wohnungsbau, für Gewerbe und Dienstleistung gewonnen und umgenutzt werden. Zudem dient die Förderung der ganzheitlichen ökologischen Erneuerung und der Sicherung des sozialen Zusammenhalts.“ Als weitere Schwerpunkte der Förderung nannte er die Beseitigung von städtebaulichen Missständen und Entwicklungsdefiziten. „Dies wird bei den beiden Förderprojekten in Hildrizhausen und Holzgerlingen besonders deutlich. Mit jeweils 700 000 Euro kann die Bausubstanz und ungenutzte Brachfläche für den Wohnungsbau in Hildrizhausen entwickelt werden, ebenso in Holzgerlingen Maßnahmen zur Nachverdichtung im Gebiet ‚Stadtmitte-West II‘.“ Weil im Schönbuch erhalte 900 000 Euro Zuschuss zur Schaffung einer kulturellen Mitte und zur gestalterischen Aufwertung des öffentlichen Raums. Auch das Gebiet „Viehweide“ in Sindelfingen werde mit 400 000 Euro unterstützt, so Murschel weiter.

Murschel: „Die Städtebauförderung ist ein großes und wichtiges Infrastrukturprogramm fürs Land, das erhebliche Investitionen von privater und öffentlicher Seite nach sich zieht. Wir wissen aus Studien, dass ein Euro für die Städtebauförderung Investitionen in bis zu achtfacher Höhe auslöst.“ Mit den Fördermitteln im Programmjahr 2016 könnten demnach Folgeinvestitionen von bis zu 1,6 Milliarden Euro in Baden-Württemberg getätigt werden. „Die Förderung kommt dem lokalen und regionalen Bau- und Ausbaugewerbe zugute“, erklärte der Murschel weiter. „Auch vorgelagerte Wirtschaftszweige und der Dienstleistungsbereich können von den Mitteln aus der Städtebauförderung profitieren.“

 

Information:

Insgesamt hat das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im aktuellen Programmjahr 203,7 Millionen Euro für Vorhaben der städtebaulichen Erneuerung freigegeben. Damit werden 348 Maßnahmen gefördert, 61 davon erstmals. 147,4 Millionen Euro von den 203,7 Millionen Euro sind Landesfinanzhilfen, 56,3 Millionen Euro sind Bundesmittel. Im dritten Jahr in Folge lag die Fördersumme für Städtebaumaßnahmen in Baden-Württemberg über 200 Millionen Euro.

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URL:https://murschel.de/archiv/2016/expand/598129/nc/1/dn/1/